My living dream

One year backpacking in Australia

23Juni
2013

Melbourne und der Alltag als Kindermadchen

Nach meinem Familienurlaub war es wieder an der Zeit Geld zu verdienen und so fuhr ich mit dem Zug nach Melbourne und traf dort wieder meine Freundin. Es folgten 2 Wochen Jobsuche auf Gumtree und persoenlichem Vorstellen in Hotels und Restaurants. Obwohl die Auswahl im Internet recht gross war, schien ich kein Erfolg zu haben. In den Hotels sagte man mir, dass kein Bedarf war und online bekam ich einfach keine Rueckmeldung. Der Frust wuchs und mein Geldbeutel wurde immer kleiner. So entschied ich mich schliesslich, mich noch einmal als Au Pair zu bewerben. Erfahrung hatte ich ja bereits in der franzoesischen Schweiz und in England gesammelt. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten und so traf ich die eine oder andere Mutter oder Familie auf einen Kaffee. Meine Zusage von Claire (meiner neuen Gastmutter) erleichterte mich, da ich sie und ihre Familie am sympathischsten fand. Ich zog also aus meinem Hostel aus und in mein neues Heim.Wieder einmal musste ich mich von Sarah verabschieden, da ich diesesmal in einen Vorort von Melbourne zog und sie im Center blieb. Die Wochenenden sollten aber immer noch fuer uns sein.... Im neuen Haus freute ich mich auf ein grosses Bett und eigenes Bad, eine Tasse Tee, wann immer ich wollte und ja, auch de eigener Fernseher gefiel mir.

Meine Gasteltern sind sehr interessant. Meine Gastmutter stammt aus England, mein Gastvater aus Neuseeland. Mein Gastvater ist Ingenieur und arbeitet fuer die Oelindustrie. Meine Gastmutter ist Sportlehrerin, aber zur Zeit Hausfrau.

Zusammen mit meiner Gastmutter kuemmere ich mich also um ihre drei Kinder. Ella ist 3 Jahre alt, hat Locken und ist ein sehr quirliges, munteres und kreatives Maedchen. Sie erfindet gerne Lieder mit bekannten Melodien, aber lustigen Texten, die sie sich selbst ausdenkt. Sie hilft gerne ihrer kleinen Schwester (einheinhalb), zeigt ihr aber auch gerne, dass sie immernoch das Sagen hat unter den Geschwistern. Sienna liebt es Geschichten vorgelesen zu haben und kopiert gerne ihre grosse Schwester in allem, was sie tut. Sie lernt gerade ganze Saetze zu bilden erkundet sich gerne, was ich so mache. Die beiden Maedchen sind wahre Engel! Manchmal ein bisschen frech, aber hey, wer ist das nicht! :) Und dann ist da noch George (4 Monate alt). Er ist das Baby in der Familie und bekommt im Moment natuerlich am meisten Aufmerksamkeit, auch wenn die Eltern versuchen so viel Zeit wie moeglich mit den Maedchen zu verbrigen. George ist in der Regel ein sehr entspanntes und ruhiges Baby, dass gerne getragen wird, unregelmaessig seine Milch mag, gerne zuschaut, was andere so machen und es liebt, wenn seine Schwester Ella Bloedsinn macht! Insgesammt also eine sehr normale Familie! Zu meiner grossen Freude sind die Maedchen auch ziemlich gut erzogen und haben gute Manieren. Sie sagen 'bitte und danke' und sind stets hoeflich. Das hab ich gerne!

Montags geht Ella zu  'Wesleys College', einer Art Vorschule fuer Kinder. Dann spielen Sienna und ich zu Hause mit Claire und George. Ebenfalls dienstags. Mittwoch sind alle zu Hause und wenn das Wetter zulaesst, dann gehen wir gerne auf den 4km entfernten Lieblingsspielplatz der Familie. Claire joggt mit dem Buggy und Sienna und George und ich fahre Fahrrad mit Ella im Anhaenger. Donnerstags gehen wir schwimmen. Das heisst Ella nimmt alleine am Schwimmunterricht teil, zusammen mit ihrem besten Freund Jack, den sie seit Geburt kennt und der genauso alt ist, wie sie. Sienna wird von Claire begleitet und sie machen Planschuebungen mit der Schwimmlehrerin. George und ich wir schauen vom Beckenrand zu und amuesieren uns praechtig! Freitags geht Ella in einen normalen Kindergarten, Claire besucht Kickboxingclass, Sienna und George schauen ihr in der Krippe dabei zu und ich putze das Haus in der Zeit. So oder so aehnlich sieht meine Woche aus.6am bis 6pm.. full on.. ;)

Mittwoch Abend treffe ich mich normalerweise mit meiner Freundin Sarah auf einen Kaffee bei McDonald einen Vorort weiter. Die Zeit verfliegt meistens, so viel haben wir uns zu erzaehlen! Samstags unternehme ich dann Dinge fuer mich und mit mir selbst. Fahrrad fahren, einkaufen, laufen, was der Samstag so zu bieten hat. Und Sonntag ist mein heiliger Tag! ;) Da unternehme ich lustige Dinge mit Sarah! Im Park spazieren, Museen besuchen, ins Kino gehen, mit dem Auto in die Berge fahren, einkaufen, uvm.. Abends gehen wir dann meistens asiatisch essen. Das kann man sich naemlich bei diesen Wucherpreisen in Australien und einem kleinen Kindermaedchentagschengeld noch leisten! :)

Hier noch ein paar Bilder: In den Garampions.. nochmal die Grampians George Ella und Sienna Brighton Beach...

11Mai
2013

Wohnwagentrip mit Familie von Sydney nach Adelaide

Liebe Familie, liebe Freunde,

jetzt ist es schon eine Weile her, dass meine Familie zu Besuch war und auch mein letzter Blogeintrag liegt bereits weit zurueck. Hoechste Zeit also, mich mal wieder an den Computer zu setzen und euch von meinem australischen Leben zu berichten.

Nachdem meine Freundin und ich also in Sydney angekommen waren, dauerte es keine 2 Tage, bis meine Familie anreiste. Die Anspannung war gross, als wir in der Ankunftshalle auf sie warteten und die Freude noch viel groesser, als sie endlich da war. Es gab viel zu erzaehlen vom Flughafen bis zum Hotel und in den folgenden Tagen wurde das aufgehollt, was wir die letzten Monate verpasst haben. Es folgten 2 Tage Sightseeing und der Abschied von meiner Freundin, die uns verliess um mit dem Zug nach Melbourne zu fahren.

Auch wir machten uns auf in ein 4-woechiges Abenteuer mit Mann und Maus... Bepackt bis obenhin und jede Stauflaeche ausgenutzt fuhren wir tagein, tagaus. Highways entlang, Kuesten mit herrlichen Straenden, kurvige Strassen mit steilen Abhaengen. Mama meist am Steuer und Papa das wandelnde GPS stets an Fahrers Seite. Die Kinder auf der Rueckbank. Mal schlafend, mal Karten spielend, mal Musik hoerend oder auch unterhaltend.. Im Durchschnitt fuhren wir 3 Stunden am Tag. Manchmal auch laenger, um unser naechstes Ziel zu erreichen.

Und was haben wir in den vier Wochen gesehen? Viel! Verschiedene Nationalparks, Gross- und Kleinstaedte, einen Haufen Warnschildern vor Tieren, diverese Supermaerkte, Kangoroos und andere australische Tiere und noch viel mehr.

Das Ganze liegt schon wieder eine Weile zurueck, sodass ich mich gar nicht mehr an alles erinnern kann... tut mir leid!

Hier ein paar Bilder: die Familie vor dem Sydney Opera House die 'three sisters Papa hilf mir mal! Welcher Nationalpark war das nochmal? Auf jeden Fall wars da superkalt!!! ;) Koala in Sicht!!! Koala in Sicht!!! Wilsons Promotory National Park! :D und noch ein bisschen Sonne vor Adelaide...

15März
2013

Alice Springs-Darwin-Cairns-Airlie Beach-Harvey Bay-Brisbane

Ich weiss, ich weiss!! 2 Eintraege an einem Tag ist viel zu viel, aber das geht leider nicht anders... Leider muss ich diesen Beitrag etwas kuerzen, da mir die Zeit in der Buecherei ablaeuft! 

Von Alice Springs ging es dann also mit dem Zug nach Darwin! Sehr tropisch feucht und ueberhaupt nicht interessant! Ausser dem Botanical Garden, der war sehr schoen und interessant!

Von Darwin nach Cairns haben wir den Flieger genommen, da es in dieser Ecke keine gute Zugverbindung gibt. Cairns war nicht grossartig besser. Aber immerhin genossen wir den Spaziergang entlang der Promenade und der Lagoon, einem ca. 2-Fussballfelder-grossen, kostenlosen Schwimmbad!

Von Cairns ging es dann nach Airlie Beach, wo wir auf eine drei-taegige Segelschifffahrt gegangen sind! Das war gigantisch! Echt toll! Super Crew, nette Passagiere, Delphine, Schildkroeten, grossen, buten Fischen und Haien! Leider waren die beruehmten Withsunday-Inseln wegen des kuerzlichen schlechten Wetters nicht so blau, sondern eher braun, vom vielen aufgewirbelten Sand.. Aber na,ja..

Und von Harvey Bay aus haben wir dann die Faehre auf Fraser Island gemacht, einer Sandinsel und dort 3 Tage eine Tour gemacht.

Gestern in Brisbane angekommen werden wir heute Nachmittag unseren Campervan abholen und uns auf den Weg nach Sydney machen, wo ich naechste Woche meine Familie zu Besuch erwarte.. juhuuuu

Entschuldigt bitte meine Hetze und Eile! Ihr werdet bald wieder ausfuehrlicher von mir hoeren!! Machts gut! :*

 

Riesenspinne im Botanical Garden darwin Sarah und ich in den Withsundays Unser Segelboot 'Solway Lass' Solway Lass Solway Lass Einer unserer 4wd-Busse auf Fraser Island die Maus mit dem dingo auf der 'cooldingotour' ein 'wilder' dingo uraltes Schiffswrack einer der vielen Suesswasserseen auf der Insel. Nein, da hat keiner reingepinkelt! das liegt an einer (auch heilenden) Pflanze ein weiterer Suesswassersee, den wir nur ueber eine Sandduene erreichen konnten

 

15März
2013

Von Adelaide nach Alice Springs zum Uluru (Ayers Rock)

Hallo ihr Lieben!! Nach gut zweieinhalb Wochen habe ich das dringende Beduerfnis, meine Erlebnisse der letzten Tage auf Papier zu bringen, besonders weil wir so viel gesehen und erlebt haben!

Von Adelaide nach Alice Springs mussten wir also den Greyhound-Bus nehmen, da Sarah und ich versaeumt hatten nach zu schauen, wann denn der naechste Zug faehrt, als wir in Adelaide angekommen waren. Da der Zug nur einmal die Woche faehrt hatten wir ihn damit auch glatt verpasst.

Veraergert, aber machtlos sassen wir also im Bus nach Alice Springs und hatten so ueberhaupt keine Lust auf eine 20-stuendige Fahrt. Trotzdem konnten wir jeweils eine Sitzbank fuer 2 ergattern, welche den Komfort etwas steigerte im Vergleich zu anderen Passagieren. Dennoch, schlafen konnten wir nicht wirklich und wurden in unserem leichten Schlaf immer wieder von ein- und austeigenden Passagieren geweckt, der kalten Klimaanlage, die schnell Hals und Genick versteifte oder vom Geruch unangenehm riechenden Mitfahrern.

Endlich in Alice Springs angekommen wurden wir nach kurzer Anmeldung in unserer Backpackeragentur zu unserem Hostel geschickt und wurden auf unserem 10 Minuten Fussmarsch von der Hitze fast erschlagen. Trockene und heise ca. 40 Grad, ohne Wind machte unser Gepaeck um geschaetzte 10 Kilo schwerer.

Im Hostel angekommen fluechteten wir in unser klimatisiertes Zimmer und wollten es gar nicht mehr verlassen. Nur in Bikini konnte ich Sarah ueberreden, in den Pool zu springen, um uns ein wenig abzukuehlen. Zusammen mit einer weiteren Englaenderin, die wir auf der Busfahrt kennen gelernt haben, machten wir uns am naechsten Morgen frueh auf zur Tour.

Ausgecheckt warteten wir auf unseren Bus, der uns abholte. Morgan, unser Tourguide fuer die naechsten Tage, checkte unsere Namen auf der Liste und verstaute unser Gepaeck im Anhaenger, waerend wir uns mit der neuen Gruppe vertraut machten.

Eine lange Autofahrt wartete auf uns und so fuhren wir die meiste Zeit des Tages Richtung Uluru. Untewegs machten wir Halt an einer Tankstelle, um uns mit Bier und Apfelwein fuer den Abend einzudecken, besuchten eine Kamelfarm und suchten am Nachmittag Brennholz fuer unser Buschfeuer am Abend.

An unserer Schlafstelle angekommen kuemmerten sich die einen ums Feuer, die anderen schnibbelten Gemuese fuers Abendessen. Da wir so viele fleissige Haende hatten, blieb mir Zeit um Fotos zu machen :)

Mit lustigen und spannenden Geschichten sassen wir dann ums Lagerfeuer, hatten Abendessen und genossen den einen oder anderen Schluck Bier der Cider. Schon war es Zeit schlafen zu gehen und wir breiteten unsere Matten und Schlafsaecke rund ums Lagerfeuer auf. Wir durften unter den Sternen schlafen!! Das Wetter war mild und die Angst vor Spinnen und Schlangen war wie weggeblasen. Was fuer ein schoenes Erlebnis.

Am naehsten Morgen weckte Sarah mich unsanft! Eigentlich bin ich die erste, die wach ist. Diesmal war sie es. Ich war die letzte, die noch schlief, alle anderen waren schon am zusammenpacken. Es war noch dunkel, als wir uns auf den Weg zum 'Kata tjuta'Nationalpark aufmachten. Morgan hielt sich an den strickten Zeitplan, da es heute sehr heiss werden sollte.

Im Nationalpark war es bereits ueber dreissig Grad und die Temperaturen stiegen stetig. Eine Wanderung stand auf dem Plan 2 oder 7 Kilometer. Ich entschied mich fuer die kuerzere Tour. Schliesslich sollte es noch heisser werden!! Die Hitze staute sich zwischen den Steinhuegeln und von der Landschaft bekam ich nur wenig mit. Ich konzentrierte mich darauf hydriert zu bleiben und trank Liter fuer Liter. Hier und da mal ein Foto... Ich hoerte gar nicht mehr auf zu schwitzen.. Zurueck im Bus und der Klimaanlage an, schwitzten wir noch mehr. Diesmal merkte ich, wie mir der Schweiss runtertropfte. Eine komplett neue Erfahrung.. Das hatte ich noch nie. Ich konnte den Schweiss fast runterschieben, von Armen und Beinen. Ekelhaft! Aber ich war ja nicht die Einzige... ;)

Wir fuhren weiter zum Uluru und erreichten ihn endlich! Von weitem sieht der Fels zwar interessant, aber nicht spektakulaer aus. Der Wow-Effekt kam erst am naechsten Morgen, als wir um den Uluru wanderten.

Der Sonnenuntergang am Uluru war weniger berrauschend, da es sich inzwischen zugezogen hatte. Von Enttaeschung keine Spur! Wir lebten den Moment und schossen unendlich viele Fotos! 

Den Abend verbrachten wir auf einem Campingplatz und wurden ordenltich von Regen ueberrascht und so schlief ich geschuetzt mit ein paar anderen in der Waschkueche.

Wieder sehr frueh machten wir uns auf zum Uluru. Wir fruehstueckten am Aussichtspunkt auf den Uluru und warteten auf die Sonne, die sich nur wenig blicken lies, da es immernoch bewoelkt war. Nicht so schlimm! Somit hatten wir einen angenehmen Spaziergang um den Uluru. Das war beeindruckend, denn es dauerte 9km und eine Stunde, um den Uluru einmal zu umrunden! Zwischendurch deuteten Schilder immerwieder darauf hin, dass manche Stellen weder gefilmt, noch fotografiert werden durften. Das hing damit zusammen, dass der Uluru immernoch von Aboriginals besucht wurde, um Zeremonien abzuhalten. Da die Zeremonien aber Geschlechter getrennt abgehalten wurden, durfte weder das eine Geschlecht vom Ort des anderen erfahren. Somit ist es also nicht nur unerwuenscht, sondern strikt verboten und wird mit einer teuren Geldsumme bestraft.

Sehr ueberrascht und sogar geschockt waren wir, als wir tatsaechlich Leute gesehen haben, die den Uluru bestiegen haben. Zwar ist der 'Track' immernoch offen, da die Regierung Angst vor Tourismusrueckgang hatte, als sie den Uluru vor einigen Jahren an die Aboriginal People zurueck gegeben hatte, dennoch ist es von den Aboriginal People unerwuenscht, auf den Uluru zu klettern.

Erstaunlich zu erfahren, dass bereits 35 Menschen bereits ihr Leben verloren haben und es immernoch Leute gibt, die diesen Aufstieg riskieren! Denn der Uluru an sich ist ein Steinberg. Der Aufstieg ist steil und durch schlechte Wetterverhaeltnisse oder schlechtes Schuhwerk oft rutschig. Nur ein niedrig gespanntes Seil hilft beim Hochklettern. Oben angekommen gibt es keine Toiletten, nichts wo man sich erleichtern koennte und so wird alles, wirklich alles, hinunter oder in Ritze geschemmt, sobald es regnet. Abgesehen von dem ganzen Muell, der sich irgendwo sammelt, leiden natuerlich auch Tiere unter diesem Einfluss.

Bemerkenswert, dass Aboriginal People sich die Stirn einritzen, wenn sie vom Tod eines Bergsteigers beim erklimmen des Ulurus, erfahren. Somit moechten sie die Trauer gegenueber der Familie zeigen, die unter diesem Verlust leiden.

Letzendlich liegt es an jedem selbst, den Uluru zu besteigen, aber ich bin es froh, nicht gemacht zu haben! Ausserdem freut es mich, dass uns Morgan doch viel ueber die Kultur der Aboriginal People erzaehlt hat und uns somit ein neues Bild gegeben hat.

Es wird ja auch gesagt, dass Touristen, die sich ein Stein vom Uluru als Souvenir mit nach Hause genommen zu haben, Unglueck erfahren haben! Davon berichtete ein 'Sorry'-Buch im Besucherzentrum, in dem Touristen Steine wieder zurueck gesand haben. Hihi :D Entschuldigung! Manche Geschichten waren doch sehr tragisch! Tja, Only take pictures, but nothing else!! Ein Glueck, dass wir uns daran gehalten haben!!

Auf dem Rueckweg sind wir dann noch an einem Buschfeuer vorbei gefahren.

 

Morgan beim Feuer machen Gemuetlicher Ausklang am Abend Kata Tjuta Nationalpark Unsere Gruppe jump!! Uluru (Ayers Rock)

21Februar
2013

Einmal quer durch Australien! Mit dem Indian Pazifik von Perth nach Adelaide

Hallo Ihr Lieben,

nachdem ich also mit dem Bus von Esperance nach Perth gefahren bin, hatte ich erst einmal keine Ahnung, wo ich bleiben sollte.. Gluecklicherweise fand zur gleichen Zeit auch das 'Big Day Out' Festival statt, welches einige meiner ehemaligen Arbeitskollegen von der Insel besuchen wollten. Ausserdem bot ein weiterer ehemaliger Arbeitskollege, der aus der Umgebung Perth kam sein Appartement an und so traf sich ein Grossteil der Rottofamilie in Perth wieder. Nicht nur ich durfte ein paar weitere Naechte dort verbringen, sondern auch Vanessa, ebenfalls Exkollegin, die darauf wartete fuer einen Roadtrip abgeholt zu werden.

Das Appartement war leergeraeumt und so verwandelten wir die beiden Raeume in Theaterbuehnen und Vanessa probte was das Zeug hielt, denn bald wuerde sie am Berliner Theater vorspielen. Ich beobachtete sie genau und sie bekam alle Kritik, die sie wollte.. :) Wir verbrachten ein paar schoene und lustige Tage.. Als sie abreiste blieb mir nur noch wenige Tage bis zur Abfahrt nach Adelaide. Sich einen Job fuer Kuerze zu suchen erwies sich als schwierig und so pendelte ich zwischen Perth und dem Appartement. Legte mich in Parks, ging zur Buecherei oder zum Strand... bloss kein Geld ausgeben, die naechsten Wochen wuerden lang werden... Ausserdem besuchten mich zwei weitere Kollegen von der Insel, die ihre freien Tage mit mir auf dem Festland verbringen wollten.

Mein Exkollege war so weit, sein Appartement zu verkaufen und so zog ich fuer die letzten beiden Tage in ein mir empfohlenes Hostel in Perth. Meine Zimmergenossinen waren nett und so ging ich eines abends mit einer Koreanerin in ein nettes Nachtcafe um die Ecke., Wobei ich am letzten Tag nicht nur meine ehemalige Arbeitskollegin Caroline traf, sondern auch Sarah, die von diesem Zeitpunkt an meine neue Reisepartnerin werden sollte. Mit beiden Kolleginnen hatte ich die letzten 4 Monate auf der Insel verbracht und freute mich auf ein paar unterhaltsame Stunden. Zur Ueberraschung hatte meine Exchefin uns im Hotel der Stadt naechtigen lassen und so hatten wenig Lust auszugehen. Stattdessen genossen wir das luxurioese Hotelzimmer...

Am folgenden Tag war es so weit! Endlich war die Zeit gekommen Westaustralien zu verlassen und so machten sich Sarah und ich in der Frueh auf um mein Gepaeck vom Hostel abzuholen und anschliessend zum Bahnhof zu fahren. Nach kurzenm Check In befanden wir uns dann auch selbst im Zug. Wir hatten den 'roten Service' gebucht und sassen bequem in ICEaehnlichen Sitzen. Darueber gab es noch Patinum oder Goldservice mit Schlafkabinen usw.., aber das ueberstieg unser Budget und so mussten wir uns mit Sitzen zufrieden geben. Der Fussraum war geraeumig, die Lehne verstellbar, irgendwie sollte das schon klappen. Sarah war wenigiger aufgeregt, sie hatte eher keine Lust 48 Stunden in einem Zug zu verbringen und empfand den Nikotinentzug eher als unangenehm. Ich dagegen zueckte immer wieder die Kamera und wollte die Landschaft festhalten. Aber in einem fahrenden Zug ist das nicht so einfach...  Trotzdem war ich zufrieden mit dem einen oder anderen Bild.. 48 Stunden ist eine lange Zeit und so spielten Sarah und ich die meiste Zeit Karten, schluerften Kaffee im Restaurantwagon oder schauten uns Filme auf ihrem Laptop an.. Hin und wieder schliefen wir auch.. In der ersten Nacht machten wir Halt in Karlgorliee, einer alten Goldminenstadt. Es war inzwischen nach Mitternacht, die Geschaefte hatten zu, aber um die Beine zu vertreten und spazieren zu gehen, reichte es. Am naechsten Tag war unser einziger und letzter Halt vor Adelaide 'Cook', einer Geisterstadt. 'Cook' war frueher eine lebendige Stadt mit Krankenhaus und Schule, aber doch mitten im Outback, sehr heiss und so wurde sie irgendwann still gelegt.. Heute wohnt dort noch eine Familie, die einmal die Woche ihren Kiosk mit Zeitschriften und Postkarten oeffnet, wenn der Zug die Stadt passiert... Nach einer weiteren Nacht erreichten wir enldich Adelaide.

 Sarah und ich  Kalgorliee Cook

Eine Stadt mit vielen Bars und Cafes, Kultur, Parks und weniger Hitze.. Hier wartete auch schon Vanessa auf uns, die Adelaide vor uns erreicht hatte. Wir gingen zum Stand von Glenelg, einem Vorort und verbrachten dort einen Tag, wir mieteten uns ein Auto und fuhren in die Berge von Adelaide. Dort schauten wir uns Hahndorf an, ein altes, deutsches Dorf mit vielem, deutschen Krimskram an jeder Ecke. Wir besuchten den Wildlifepark und schauten Dingos und Pelikanen bei der Fuetterung zu und durften den Koala 'Isaak' auf dem Arm halten. Das war ein unbeschreiblich schoenes Gefuehl. Das weiche Bueschel im Arm, schmurrend einen Eukalyptuszweig essend und viel zu sehr interessiert an meinem Strohhut konnte ich mich kaum halten vor lachen... Eine superschoene Erfahrung! Wir genossen die Aussicht von Mount Lofty und das wohlige Gefuehl in einem nagelneuen Kleinwagen mit Klimaanlage zu sitzen und durch die Stadt zu cruisen machte uns beide supperhappy. Ansonsten schauten wir uns noch Chinatown an mit zahlreichen asiatischen Geschaeften und teilweise unertraeglichen Geruechen, den Markt mit vielem frischen Obst und Gemuese, einen japanischen Garten, das Fringefestival mit viel Theater und Musik, sowie den botanischen Garten. Einen Tag verbrachten wir damit, meinen Reisepass als gestohlen zu melden.. Polizei, deutsche Botschaft.. Eines Tages war mein Reisepass wie verschwunden, einfach weg... Im Moment sitze ich in der Buecherei gegenueber von unserem Hostel und aktualisiere meinen Blog, bevor es fuer Sarah und mich heute Abend nach Alice Springs geht, als der Hostelvater vorbeikommt und mir meinen Reisepass in die Hand drueckt. Er hat in zwischen 2 Hochbetten gefunden!! Zwar in meinem Zimmer, aber nicht neben meinem Hochbett sondern auf der anderen Seite! Wie kommt mein Reisepass dort hin?? Komisch.. Na,ja.. Ende gut, alles gut.. Ich habe also meinen Reisepass wieder und kann jetzt beruhigt Adelaide verlassen! Yay!! Bis zum naechsten mal!! LachendLachendLachend   

  unser Auto Ausblick von Mount Lofty Kangoroo fuettern Koala 'Isaak' und ich Dingofuetterung Hahndorf

 

 

29Januar
2013

Roadtrip entlang der Westkueste von Perth nach Esperance

Hallo liebe Leute,

wie ihr seht ist mir beim letzten Blogeintrag ein Fehler beim Veroeffentlichen passiert. Statt den Blog online zu stellen, habe ich ihn einfach nur als Entwurf gespeichert. Tut mir leid. Dafuer werdet ihr heute gleich zwei mal auf den neusten Stand gebracht! Lachend

Am 14.01.2013 habe ich Rottnest Island also verlassen. Nach nur wenigen Stunden Schlaf und nach einer langen Abschiedsnacht nahm ich zusammen mit Jo (die am gleichen Tag die Insel verliess), Sarah und Tash die erste Faehre, die uns aufs Festland brachte. Tash hatte Jo angeboten, sie zum Flughafen zu fahren, da sie aus Perth kommt und eigenes Auto hatte. Es war schoen, noch ein paar Freunde um sich zu haben, bevor es alleine weiter gehen sollte. Wir fuhren also zum Flughafen und hielten unterwegs noch in einer sehr gut klimatisierten Shopping Mall und fruehstueckten dort. Am Flughafen passierten wir einfach gleich alle den Sicherheitsbereich und warteten zusammen mit Jo auf ihren Flieger. Jo war schon super aufgeregt endlich nach Sydney zu fliegen und so war der Abschied kurz und schmerzlos. Tash fuhr mich weiter nach Perth, wo ich mein Backpack bei einer Bekannten absetzte und mich von meinen beiden Freundinnen verabschiedete. Meine Bekannte Simone freute sich, mich wieder zu sehen und so quatschten wir erst eine Weile, bevor ich mich auf die Suche nach einem Hostel fuer die Nacht machte. Es wurde mir das um die Ecke empfohlen und so schlief ich dann auch dort die Nacht. Von aussen sah es aus wie eine kleine Burg, innen verwinkelt und doch gross, besonders der Aufenthaltsbereich war fast wie eine Halle. Die Nacht war heiss und stickig. Nicht nur in Perth, sondern auch in meinem Zimmer staute sich die Hitze. Mir mein Zimmer teilen zu muessen war ich nicht mehr gewohnt und so schlief ich nicht besonders gut. Hochbett, Schnarcherei und Hitze ist keine gute Kombination... Klimaanlage gab es natuerlich auch keine... Na,ja.. der naechste Morgen kam dann doch schneller als gedacht. Nach dem Check Out fuhr ich nochmal nach Harbour Town, einer grossen Shopping Mall, in der ich mich mit einem Daypack fuer meine Jacken ausstattete... In den letzten 4  Monaten hatte sich doch so einiges in meinem Gepaeck angesammelt...

Sam und ich vereinbarten Ort und Zeit und so holte er mich gegen Mittag bei meiner Bekannten ab. Kennt ihr ueberhaupt schon meinen neuen Reisepartner Sam? Als ich mir ueberlegt hatte, nach Rottnest Island noch ein wenig reisen zu gehen, fand ich Sam auf "Gumtree", einem sozialen Netzwerk im Internet, wo er eine Mitfahrgelegenheit in den Suedwesten angeboten hatte. Nach einem Besuch bei mir auf der Insel, stimmte ich der Reise zu und so wurden wir Reisepartner.

Und hier ein paar Reisedaten. Am ersten Tag besuchten wir in Dunny Brook einen grossen Spielplatz, der mir von einem Arbeitskollegen empfohlen wurde. Leider war der gar nicht sooo toll. Der  Spielplatz war fast ausschliesslich in der Sonne und eher fuer Kinder gemacht. Immerhin picknickten wir dort und fuhren dann weiter nach Busselton. Busselton hat einen ca. 2 km langen Jetty, der bei schoenem Wetter eine wunderschoene Kulisse bietet. Leider war das Wetter bei Ankunft schon bewoelkt und so entstanden keine wirklich schoenen Fotos. Trotzdem liefen wir den Jetty einmal ab. Nicht viel weiter weg uebernachteten wir dann auf einem Campingplatz in Vasse. Der Campingplatz an sich war sehr touristisch, mit allem drum und dran und ziehmlich teuer.. Sogar einen Swimmingpool haetten wir nutzen koennen. Stattdessen quatschten wir lieber mit einem Paerchen aus Bamberg, die wir kennen gelernt hatten.

Busselton Jetty

Am 2. Tag schauten wir uns die Kueste von Dunsborough und Yallinup an und fanden ein paar echt ausergewoehnliche Muscheln. Ausserdem besuchten wir eine Schokoladen- & -Seidenfabrik, eine Bierbrauerei, wo wir dann auch zu Mittag assen (Naehe Cowarrump) und goennten uns dann noch ein Eis in Margaret River, bevor wir wieder einen Campingplatz ansteuerten. Die Fahrt bis Margaret River war angenehm mit sehr gruen mit vielen Weinbergen. Der Campingplatz war (im Nachhinein einer besten, finde ich. Eine grosse Farm mit vielen Schafen, Duschen, Toiletten, Waschmoeglichkeit und einer offenen Kueche, sowie Lagerfeuer). Dort traffen wir dann auch auf den niederlaendischen Vincent und Sarah und Jenny aus Deutschland, die Sam schon von Perth kannte.

Coast Yallinup

Am naechsten Tag fuhren wir durch Witchcliff und Karridale zum Hamelin Bay mit weiteren schoenen Kuesten. Ausserdem besuchten wir die "Jewel Cave", eine der vielen Hoehlen, die es dort gibt. Die Fuehrung war nicht allzu lange und sehr interessant. SpaeterDirekt am Fluss gelegen war es dann auch tierisch kalt nachts, aber trotzdem schoen. Ohne jegliche Kochmoeglichkeit versuchten wir uns Nudeln mit Gemuese zu kochen. Zwar hatten wir einen Campingkocher, aber wenig Kochutensilien. Aber Not macht erfinderisch und so fanden sich dann auch Mittel und Wege.. ;)

On the Road

Am Morgen des 4. Tages hatte ich noch keine Ahnung, dass ich wenige Stunden spaeter an meine Grenzen stossen wuerde. Wir fuhren in den Glouc National Park, wo ein ca. 80m hoher Baum auf uns wartete, der erklimmen werden wollte. Grosse Naegel waren rings um den Baum angebracht, die wie eine Wendeltreppe nach oben ging. Seitlich der Naegel war ein Netz angebracht worden. Unterhalb der Naegel war kein Schutz. Ich schluckte. 80 m schaffe ich niemals!! Gluecklicherweise gab es dann noch eine Plattform nach 30 m, die ich dann ansteuerte. Den Kopf konzentriert geradeaus schauend gerichtet stieg ich Stufe fuer Stufe, Nagel fuer Nagel nach oben und versuchte nicht nach unten zu schauen.. Man war das heftig! Mein Herz pochte und mein Puls schlug wie wild. Ich hatte es geschafft! Mutige Leute wir Sam und auch ein paar baarfuessige Hippies machten sich weiter nach oben in die Baumkrone. Fast kinderleicht hopsten sie nach oben... schon allein der Anblick machte mich fast ohnmaechtig. Die Fahrt ging weiter zum "Top Tree Walk" im 'Valley of the Giants', wo meterlange Bruecken aus Metall angebracht waren. Die Ingeniere hatten gute Arbeit geleistet, da ich immerhin Boden unter den Fuessen hatte und auch die Bruecken stabil aussahen. Trotzdem war mir leicht umutig, besonders, wenn ich spuerte, wie die Bruecken zu schwingen begannen, wenn man darueber lief oder sogar huepfte. Wir schauten uns noch ein wenig Kueste an und wurden von einem Sonnengang ueberrascht und hatten so traumhafte Sicht aufs Meer bei den Elephant Rocks und dem Green Pool am William Bay. Nach vielen Fotos und aufgetankter Seele fuhren wir dann weiter nach Denmark zu Brian, einem Gastgeber, den Sam schon kannte. Am Kochen hatten wir alle Spass und genossen die gemeinschaftliche Atmosphaere am Abend.

Nearby Triangle Tree   Giant Tree   Top Tree Walk  William Bay  William Bay  Elephant Rocks 

Es ging weiter nach Albany, wo wir uns ein Windfarm Park anschauten, der uns von der Touristeninformation vorgeschlagen wurde. Das war eigenltich nicht weiter besonders, aber anscheinend eine Seltenheit in Australien. Wir schauten uns die Stadt ein wenig an und sahen dann mit "The Gap" und der "Natural Bridge" weitere gigantische Steine im Meer, die viel gutes Foto und Viedomaterial zu bieten hatten.  Wir tobten uns wortwoertlich aus, bevor wir dann unser Hostel ansteuerten. Unsere Backpackerfreunde hatten sich ebenfalls angekuendigt und so hatten wir nichts dagegen, mal wieder in einem Hostel zu schlafen. Der Abend verlief dann doch etwas anders, als geplant. Mit kostenlosem Wifi skypten und mailten wir erst fuer eine Weile mit Freunden und Familie, und beschlossen dann statt Diskothek evtl in einen Pub zu gehen. Wir schlenderten also durch die Strassen, als wir von Ben angequatscht wurden, der sich vorm Pub umschaute. Er lud uns auf ein Bier ein und stellte uns seinen Freunden vor. Es war schoen ein wenig unter Leuten zu sein und so erlebten wir "Locals" mal ganz anders. Nach netten Gespraechen und vielem Gelaechter gingen wir wieder zurueck ins Hostel.

Sam in Albany  The Gap

Am naechsten Morgen wurden wir vom Hostelpapa mit selbstgemachten Pfannkuchen ueberrascht und starkten uns ordentlich, bevor es weiterging zum Castle Rock und dem Skywalk. Der Castel Rock war ein freistehender, riesiger Stein, der auf einem Berg balancierte. Der Skywalk ging dann um die Spitze des Berges, von dem wir eine gute Aussicht auf die umliegende Landschaft hatten. Die bevorstehende Nacht verbrachten wir dann auch im selben Nationalpark und lernten wieder ein nettes, deutsches Paerchen kennen, die uns mit Wein und Kaese versorgten

.Castle Rock  Sam und der Skywalk

Tag 7 war der anstrengendste aller Tage. Der Erklimmung des "Bluff Knoll". Wir hatten ihn auf der Postkarte gesehen und wurden immer mal wieder auf ihn angesprochen. Er war der hoechste Berg des Nationalparks und stand schon bald auf unserer ToDo-Liste. Wir wolten erstmal einen Blick auf ihn werfen, bevor wir uns fuer die Wanderung entschieden. Gesagt, getan. Ich stimmte der Wanderung zu und wusste noch nicht, dass ich es wenig spaeter bereuen wuerde. Der Anstieg sah erst einfach aus, wurde dann aber sehr steinig und steilig und zog sich wie ein Kaugummi bis zum Gipfel. Immer wieder musste man um den Berg rum, bis wir es endlich geschafft hatten. Der Ausblick war dismal nicht nur gut, sondern gigantisch! 3.1km Aufstieg und 1095 Hoehenmeter waren geschafft und ich superstolz. Wir fuhren weiter zum Bremer Bay, der zu einem der schoensten, australischen Straende gehoert und in diese Kategorie gewaehlt wurde. Kein wunder denn das Wasser war glasklar, tuerkis und der Sand fein wie Backpulver. Leider war es wieder mal bewolkt, trotzdem wollten wir gar nicht gehen. Spaeter schliefen wir dann wieder auf einem touristischen Campingplatz und freuten uns auf Dusche und Kochmoeglichkeit. Auf dem Weg zur Toilette wurde ich dann nachts von einem Kangoroo ueberrascht, das ploetzlich neben mir auftauchte und den Weg in das Gelaende geschafft hatte....

Bluff Knoll  Bremer Bay

Im darauffolgenden Tag fuhren wir nach einem Stop in einem Roadhouse mit Burger durch den Fitz Gerald Nationalpark und schauten uns Point Ann, einen schoenen Aussichtspunkt an der Kueste an. Das Meer war immernoch gigantisch. Lange Kuesten und superfeienr Sand. Gluecklicherweise fand sich dann auch gleich dort ein ein Campingplatz, den wir ansteuerten. Diesmal ohne Wasser, nur einem Plumpsklo... hihi.. das war eine Umstellung, aber kein Problem.

Porongurup National Park Fitz Gerald National Park  Point Ann

Wir fuhren weiter durch Ravensthorpe, einer alten Minenstadt und erreichten dann nach einer langen Fahrt Esperance, wo wir uns seit gestern aufhalten. Auf dem Rotary-Aussichtspunkt verschafften wir uns einen Ueberblick ueber die Stadt und trafen dann auf dem Campingplatz auf Vincent, der inzwischen alleine war, da die Maedels wieder zurueck nach Perth gefahren waren. Sam und ich beschlossen dann noch ins Kino zu gehen und schauten uns "The Hobbit" in 3D an, die Vorgeschichte von "Herr der Ringe".

On the Road  Rotary Look Out Esperance  On the Road

Heute haben wir uns dann fuer einen ruhigen Tag entschieden und sind schon seit einer Weile in der Bibliothek.. Mal schauen, was sich heute und die naechten Tage noch ergibt. Wir haben auf jeden Fall viel gesehen und erlebt. Traumhafte Landschaftsbilder gehabt und hatten eine Menge Spass!! In 2 Wochen moechte ich den mit dem Zug in den Osten fahren.. Mal schauen, was bis dahin passiert...

P.s. Natuerlich sind noch ein Haufen mehr Bilder entstanden!! Leider dauert das Hochladen immer eine Weile und so habt ihr eine Auswahl meiner schoensten Bilder bekommen! ;)

Alles Liebe an euch und bis bald wieder,

eure Lisa :)

09Januar
2013

Weihnachten, Silvester und der letzte Endspurt auf Rottnest Island

Hallo Freunde, liebe Familie euch allen wuensche ich zuerst ein frohes neues Jahr und hoffe, dass ihr nach einer besinnlichen Weichnachtszeit beschwingt ins neue Jahr gestartet seid und alle guten Vorsaetze gleich mitgenommen habt! Mein guter Vorsatz fuer dieses Jahr: so viel gute Erfahrungen wie moeglich mitnemen, alles schlechte dortlassen und aus allem Erlebten das beste ziehen. Ich glaube damit werde ich weit kommen :)

Nun also zum australischen Weihnachtsfest. Wie die meisten von euch wissen, feiert man in Australien Weihnachten am 25. Dezembermorgen. Das war auch bei mir etwas ungewohnt. der Weihnachtsmorgen heisst dann: 'Boxing Day'... mit der Vermutung, dass an diesem Tag ein besonderes Boxen stattfindet lag ich natuerlich komplett falsch. Mit Boxen sind lediglich die Geschenke gemeint..^^ Die Kinder gehen also am 24. Dezember frueh ins Bett, damit sie am 25. Morgen gleich die Geschenke aufmachen koennen. Traditionell geht man dann mittags mit der Famile Essen. (So sieht der Tag aus, wenn man ihn traditionell nimmt und nicht arbeitet) Mein Weihnachtstag sah in etwa so aus:

Am 24. Dezember hatte ich frei und war also in Gedanken ganz in Deutschland.. Daran, was Familie und Freunde jetzt wohl machen und in Vorfreude, mein Weihnachtspaket wenige Tage spaeter in Fremantle abholen zu duerfen. Am Abend beschloss ich also zur Freier des Tages, mit 2 Kolleginnen Essen zu gehen. Wir machten uns schick und schlenderten keine 500m weiter zum anderen Hotel der Insel und liessen es uns mit Kaeseplatte und Wein gut gehen. Am naechsten Morgen schnallte ich mir meine Inliner an, denn es  war Stress angesagt und alles musste schnell gehen... ca. 250 Gaeste wollten zum Fruehstueck bewirtet werden und so durften beim morgendlichen Gruss und der Frage nach der Zimmernummer auch ein 'Merry Christmas' nicht fehlen. Teller mussten abgeraeumt werden, das Buffet aufgefuellt, Teller gewaschen, Kaffee gekocht und saemtliche Extrawuensche erfuellt werden. Puh!! Nach einer kurzen Pause zu Hause wies mich einer meiner Kollegen ein, was zur Mittagszeit zu beachten war und welche Station im Restaurant ich zu bedienen hatte, da meine Chefin vor lauter Stress nicht ansprechbar war. Nachdem ich wusste, was zu tun war, kamen auch schon die ersten Gaeste.. Alle bedienten sich am reichlichen Buffet. So musste ich nur Getraenkebestellungen aufnehmen und Teller aufraeumen. Eigentlich esasy.. Trotzdem spuerte ich den Stress um mich, der hauptsaechlich von den Managern ausging. Alles sollte perfekt sein. Nachdem sie sich schon groesste Muehe gegeben hatten, das Restaurant so weihnachtlich wie moeglich zu gestalten und jede Menge kitsch unterzubringen... Meine Gaeste wurden im Ausprey Room untergebracht, einem Tagungsraum neben dem Raum mit Klimaanlage. Zwar war der Weg in die Kueche etwas laenger, dafuer waren meine Gaeste umso entspannter.. Im Restaurant gab es leider nur wenige Ventilatioren an der Decke. Nachdem alle Gaeste das Restaurant gesaettigt und erschoepft von der Hitze verlassen hatten, durfte auch ich in eine kurze Pause gehen. Erst musste allerdings das Restaurant fuer den Abend gerichtet werden. Wir hatten 45 Minuten Zeit.. Das Managerpaar wollte noch eine Stunde mit uns Weihnachten feiern, bevor das Abend-A-la-Carte eroffnet wurde. Geschafft.. Nach einer kurzen Dusche durften wir alle in die Sportsbar kommen, wo das Mittagsbuffet mit vielen Leckereien auf uns wartete. Wir durften uns einen Drink goennen und wurden dann mit einem 'Secret-Santa-Wichtel-Geschenk' ueberraschtl. Ich habe einen Schal bekommen. Ziemlich gut meinen Geschmack getroffen. Fuer einen Mittagsschlaf war keine Zeit mehr. Schnell musste ich mich umziehen, denn es war schon wieder
Abend. Nachdem den ganzen Tag schon voller Betrieb herrschte, erwartete ich nicht zu viele Gaeste zum Abendessen. Weit gefehlt... Natuerlich war auch abends das Restaurant wieder voll. Die letzten Stunden Konzentration zu behalten fiel mir schwer, da es auch abends immernoch sehr warm war... aber nach geschaffter Abend freute ich mich auf Dusche uns Bett so sehr wie lange nicht mehr.

Die folgenden Tage waren weiterhin stressig.. Immer mehr Betrieb herrschte.. Wir wurden quasi ueberrannt. Gut, dass Niko und Vanessa aus Deutschland uns unter die Arme griffen. Die beiden sind neue Mitarbeiter und bleiben 6 Wochen. Seit gestern haben wir noch ein weiteres Paerchen. Er ist aus Irland und sie aus Australien. Ihre Namen konnte ich mir noch nicht merken.

Silvester war eigentlich wie ein ganz normaler Arbeitstag. Ich habe bis 22.00 Uhr arbeiten muessen, wie jeden anderen Tag auch. Da wir fuer Silvester eine besondere Ausschanklizenz hatten, haben wir also bis 2.00 am Alkohol in der Bar ausgeschenkt. Gut, dass ich nicht arbeiten, sondern feiern durfte. Wie die meisten Kollegen feierte auch ich in der Sportsbar und bin aber um Mitternacht an den 'jetty' gegangen, einer Anlegestelle fuer Boote im Hafen. Voller Erwartung sass ich dort mit den beiden und wartete gespannt auf 00:00 Uhr und das Feuerwerk. Zur grossen Enttaeuschung konnten wir nur ein weinig
Zentimeter grosses Feuerwerk sehen, das vom Festland abgeschickt wurde. Schade.. Auf der Insel wurde leider nicht geboellert, da die Sicherheitsvorkehrungen und -bestimmungen in Australien sehr strikt sind. Es wurde keien geeignete Flaeche zum feuern gefunden und es war zu heiss gewesen in den letzten Tagen... Okay.. dann eben nicht. Dafuer warten alle gespannt auf das grosse Feuerwerk am Australien Day, dem 25. Januar..

Was gibt es sonst noch zu berichten? Neulich wurde ich gefragt, ob ich denn nicht Angst haette vor den Spinnen, Schlangen und anderen giftigen Tieren hier in Australien. Zum Glueck hat sich meine Angst ein wenig gelegt, seit ich hier bin, da ich sehe, dass alle Leute acht geben. Trotzdem habe ich eine Huntsman im Gesellschaftsraum gesehen. Eine vogelspinnenartige Spinne, die zum Glueck nicht giftig ist. Leider sagt man: Je kleiner die Spinne, desto gefaehrlicher ist sie. Deshalb toete ich alles, was nach Spinne aussieht. (Jaa Papa!! Endlich bin ich mein eigener Hero und supermutig!! Hier ist keiner, der mich rettet, wenn mir nachts eine Spinne uebers Gesicht laeuft! ;)) Und gestern am Strand ist eine Schlange aus dem Gebuesch angeschlaengelt gekommen. Zum Glueck hatten andere Touristen sie frueher entdeckt als wir und so konnten wir uns auch in Rettung begeben. Ich glaube die Schlange war giftig!

Ansonsten habe ich vor einer Woche meinen Job hier auf Rottnest Island gekuendigt und werde nur noch bis diesen Sonntag arbeiten. Ab Montag geht dann das Reisen weiter. Lange habe ich mir ueberlegt, wie ichs am Besten anstelle und wohin es gehen soll.

13Dezember
2012

Vorweihnachts- & Adventszeit

Liebe Leute, es ist wieder genug Stoff gesammelt und so bin ich am heutigen freien Nachmittag bereit, einen neuen Blogeintrag zu erstellen. Hmm was ist alles passiert? Unsere Rottnest Lodge Familie ändert sich immer wieder. Mal bekommen wir Zuwachs, wie aus Texas, England und Australien kürzlich und manchmal verlässt uns ein lieb gewonnener Familienteil, aus verschiedenen Gründen. Diesmal war ich besonders traurig. Eine Kollegin aus England musste nach 5 Monaten Insel zurück nach Hause. In meiner Zeit hier habe ich immer auf sie zählen können und ihre Unterstützung bekommen, wenn ich sie brauchte und so ist sie eine wichtige Arbeitskollegin von mir geworden, die ich sehr vermissen. Ich wünschte, ich hätte sie aufhalten können, aber die Reise durchs Leben geht weiter... Und der Alltag auf der Insel auch. Schön deshalb, dass sie mir ihr Fahrrad 'Ladybird' überlassen hat, mit dem ich jetzt immer öfter eine Tour mache. Zuletzt zum Parkers Point, wo man auch sehr schön Schnorcheln kann. Gestern leider war es mir zu bewölkt, dafür perfekte Temperatur um radeln zu gehen... Anschließend habe ich mir im Café ein paar Gedanken zu meiner weiteren Reise gemacht, besonders wenn mich meine Familie im Frühjahr besuchen kommen wird! (Ich freue mich jetzt schon! :)) Die Sommersaison boomt! Immer mehr Touristen kommen und das Wetter ist fast beständig schön. Letzte Woche hatten wir Temperaturen mit bis zu 37 Grad Celsius! Das war aber ein echter Kampf für meinen Körper und es hat lange gedauert, bis er sich daran gewöhnt hatte. Mir war so heiß, dass ich mich kaum bewegen konnte! Mein nicht klimatisiertes Zimmer war heiß wie eine Sauna und dank freiem Tag war das Meer die einzige Möglichkeit der Rettung. Am Steand dann war die Sonne gefühlt nicht mehr so stark, da immer mal eine Brise vom Meer über uns hinweg wehte und dank Sonnencreme mit hohem Sonenschutzfaktor verbrannte ich mich auch nicht. Wenige Tage drauf ist mir eine große Peinlichkeit passiert. Während dem abendlichen A-la-Carte-Service und dem routinierten Gang um den Pool um Kerzen zu verteilen, bin ich doch tatsächlich weggeknickt oder gestolpert (so genau kann ich das nicht mehr nachvollziehen) und in den Pool gefallen! - mit samt Uniform! Unter Wasser habe ich gedanklich so sehr geflucht, musste mich dann aber schnell zusammenreißen und konzentrieren, um wieder aus dem Wasser zu kommen. Der Pool hat keine Treppe oder Stufen.. Ich versuchte mich also am Beckenrand abzustützen und und mich mit Schwung aus dem Wasser zu befreien, aber so einfach war das nicht, denn die Uniform war schwer! Dummerweise trug ich ausgerechnet an diesem bend einen Rock und so blieb mir nur die Möglichkeit, mich aus dem Wasser über den Beckenrand zu rollen.. Eine Kollegin kam gleich angerannt und ich konnte gar nicht aufhören zu lachen... Meine Kollegen ziehen mich heute noch damit auf! ;) Da muss ich jetzt durch.. Und meine Managerin dachte, ich hätte rumgealbert. So etwas wäre soweit noch keinem passiert. UPS! :D Ansonsten wird es Zeit für mich das Wichtelgeschenk für eine Kollegin auszusuchen, die ich gezogen habe. 'Secret Santa' heißt das Spiel dieses Mal... Was ich wohl dieses Jahr bekommen werde? ;) wie ihr euch sicher vorstellen könnt, fühlt sich die Adventszeit hier nicht wirklich real an. So ganz ohne Schnee, Sonne und Strand stattdessen.. Trotzdem freue ich mich auf Weihnachten und melde mich bald wieder! Eine friedliche Adventszeit euch allen und bis zum nächsten Mal! Eure Lisa :)
27November
2012

Kleine Höhepunkte im Leben auf der Insel...

Hallo ihr lieben, endlich ist es wieder soweit und der nächste Blogeintrag folgt. Diesmal berichte ich nicht von einem besonderen Ereignis, sondern davon, was sich in den letzten Tagen und Wochen so angehäuft hat an Erlebnissen. Da ich hier auf einer Insel lebe und arbeite, passiert hier in meinen Augen nicht viel. Man sieht und trifft immer wieder die gleichen Leute und auch der Alltag ist mehr oder weniger unveränderlich. ;) 'Murder On the Island'!!!! Vor wenigen Wochen konnten wir als Personal kaum schlafen... Wir wurden mit einem Spiel überrascht, das uns in Angst und Schrecken versetzen sollte. An einem Sonntag Abend trommelte unsere Chefin uns alle zusammen und wir versammelten uns um einen großen Tisch im Innenhof. Mit sämtlichen Umschlägen in der Hand und einem hämischen Grinsen im Gesicht, erklärte sie uns, dass sie unseren Teamgeist wecken wolle und gar nicht abwarten könnte, das Spiel zu starten. Sie ließ die Regeln laut vor und vergewisserte sich, dass sie auch jeder verstanden hatte... In Punkt 2 Stunden würde das Spiel beginnen! Viel Glück beim Mördern und Blutvergießen! - Alles klar! Ich lief in mein Zimmer und öffnete den Umschlag. Mein Spitzname, abgeleitet von einer Comicfigur war: Amateur Killer und meine Aufgabe war es, eine Kollegin umzubringen. Meine geheime Waffe war ein gelber TextmRker, den ich noch eben im Supermarkt holen musste. Eigentlich hatte ich mich mit Kollegen verabredet im Hotel Essen zu gehen... Eine Kollegin sagte ab, es war ihr zu riskant. Mit den anderen vereinbarte ich, nicht zu Morden, solange wir ausgehen. Gesagt getan. Etwas angespannt und doch lustig verbrachten wir ein paar Stunden im Hotel, als plötzlich eine Kollegin auftauchte:' oh mein Gott! Da ist Caroline!' , rief ich und sprang auf! Alle rannten in verschiedene Richtungen und jeder hoffte, nicht das Opfer zu sein. Zu spät! Sie killte Sarah mit einem Teebeutel und Sarah war raus aus dem Spiel. Sichtlich nervös und geschockt, bat ich meine Kolleginnen, zurück zu gehen. Da unser Versteck aufgeflogen war und nun jeder von Caroline erfuhren konnte, wo wir uns aufhielten. Wir radelten was das Zeug hält und ich war sehr erleichtert die Unterkunft zu sehen.. Nur noch wenige Meter und ich war in Sicherheit, als der Dutymanager auftauchte... Er war 'Mädchen für alles' und immer und überall unterwegs. Er wird mich doch nicht etwa töten? Neee... Ich hörte meinen Spitznamen, spürte einen Kugelschreiber in meinem Rücken, ließ einen Schrei und war somit auch aus dem Spiel. Super! Nach weniger als 3 Stunden war auch ich nicht mehr unter den Lebenden in dem Spiel, dafür aber frei... :) es folgten Tage mit viel Gerenne, Angst, Schreien und Schadenfreude. Fast alle Orte der Insel wurden zu Tatorten und unschuldige Touristen und Inselbewohner wurden involviert und verschreckt... lustig war's! Gewonnen hat ein Rezeptionist, der jetzt mit seiner Freundin aus dem Housekeeping ein Wochenende in Einem Hotel in Fremantle verbringen darf! Glückwunsch! Ansonsten bin ich mit einem Arbeitskollegen aufs Festland gefahren und wir haben ausgiebig geshoppt! Wir haben einen Spaziergang durch den Kings Park in Perth gemacht. Zurück in Freemantle einen lieben Exkollegen getroffen und mit einem neuen Koch zu Mittag gegessen. Der Pub war auch gleichzeitig eine Brauerei und so kosteten wir uns durch verschiedene Biersorten. Mit meinem Weizen hatte ich leider einen Fehlgriff. Ich hatte das Wort 'smokend' übersehen und so schmeckte mein Bier nach gebratenem Schinken. Nicht mein Fall, aber der meiner Kollegen. ;) Seit wenigen Wochen haben wir auch einen Pizzaofen mit dazufehörigen Pizzachef, der ausgesprochen gute Pizza macht! Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, 2 seiner Spezialitäten zu probieren: die Dessertpizza mit Karamellsauce, Banane, Schokolade und Vanilla Eis oder der mexikanischen Pizza mit Chilli con carne, Avocado, Sour Cream, Nacchos und Jalapinios... Lecker! Alle seine Pizzen sind nach Stränden der Insel benannt... Und da wären wir schon be nächsten Thema: Stränden... Letzte Woche sind eine Kollegin und ich zum West End gefahren, dem anderen Teil der Insel. Und nein, wir sind nicht mit dem Bus gefahren, wie die meisten Touristen, sondern mit dem Fahrrad! Jawoll! Das sind sportliche 10km hin und 10km zurück. Glücklicherweise haben wir immer wieder mal an unterschiedlichen Stränden angehalten und uns im Wasser abgekühlt! Herrlich! Ihr glaubt nicht, wie gut die mexikanische Pizza am Abend geschmeckt hat und nach ein bisschen Dehnen habe ich auch geschlafen wie ein Stein! Und dann war ich letzten Samstag nochmal in Perth, zu einem Taizégebet. Das Gebet war anders als erwartet. Weniger Gesänge, mehr Bibeltexte. Trotzdem sehr ruhig und meditativ, angenehm und friedlich... Im Hostel bestätigte sich dann wieder mal meine Aussage vom letzten Hostelbesuch. Als Alleinreisende unter Männern im Hostel, zählst du zu rohem Und kostbaren Fleisch, das verzehrt werden möchte. Und wenn Blicke ausziehen könnte, dann wäre ich die ganze Zeit splitter-faser-nackt durchs Hostel gelaufen! ;) da hilft nur eine klare Absage und die Flucht aufs eigene Zimmer... Seit gestern wurde die Insel von ein paar tausend Schulabgängern aus ganz Westaustralien belagert. Mit dröhnender Musik, einer riesigen Bühne und Dj, wird bis in die Puppen gefeiert, sodass die Wände wackeln! Es gilt allerhöchste Sicherheitsstufe, da der Großteil der Jugendlichen noch unter 18 ist und Alkoholverkauf an solche verboten ist. Wir müssen also nach Ausweisen fragen und dürfen uns auch sonst nicht auf sie einlassen, da wir sonst Job und Unterkunft verlieren und von der Insel verbannt werden. Außerdem müssen in dieser Woche bestimmte Strände und Plätze gemieden werden, da sich dort die Jugendlichen aufhalten. Jedermann auf der Insel trägt im Moment ein wasserfestes Armband, das auf Schulabgänger, Tourist, Mitarbeiter oder Inselbewohner hinweist. Wer ohne Bändchen erwischt wird, fliegt von der Insel. Und auch die Landpolizei wurde von 3 auf 30 aufgestockt. Wie viel Wasserpolizei im Einsatz ist, weiß ich nicht ... Jaja, sag ich nur... Hier geht's zu! Liebe Grüsse nach Deutschland und bis zum nächsten Mal, eure Lisa
29Oktober
2012

Heute: Verschiedene Veranstaltungen

Hallo ihr Lieben, Die Zeit vergeht hier wie im Flug, doch der Blog schreibt sich nicht von alleine. Allerhöchste Eisenbahn, euch wieder auf aktuellen Stand zu bringen! Fangen wir also mit den Veranstaltungen an: Titanic Ball! Mit diesem Ereignis wurde ich regelrecht ins Wasser geschmissen. Kurze Zeit nach meiner Ankunft in der Lodge gab es kein anderes Thema mehr, als den bevorstehenden Ball. Es sollte das Ereignis schlecht hin werden: Ein kostümierter Ball mit 3-Gang-Menü und jeder Menge Aufregung! Überall waren Plakate zu sehen, überall wurde für den Ball geworben. Verschiedene Arbeiter der Insel, Gäste vom Festland, sowie das konkurrierende Hotel und somit 250 Gäste wurden erwartet. Der Druck und die Erwartungen an meine Chefs waren hoch und das bekamen auch wir Mitarbeiter zu spüren. Nach Kostümproben wurde Deko eingekauft, eine untergehende Titanic für den Hotelpool gebastelt, Bühnenbilder gemahlt und Requisiten ausgeliehen. Am Tag des Balls lagen, glaube ich bei uns allen die Nerven blank. Nicht ganz durchgeplant und unter Zeitdruck schafften wir es dann aber doch, das ganze Hotel einem Titanic Ambiente zu verschaffen. Wahnsinn! Die Rezeption war der Eingang zum Schiff. Nostalgische Koffer und die Titanic, als Film in der Bauphase, begrüßten die Gäste. Daneben stand der Großteil der Crew (inklusive mir) mit Tabletts und Getränken bereit. Die Lobby und gleichzeitig Bar stellten das Meer dar. Der Parkettboden war in blaues Licht getränkt; Styroporeisberge ragten aus dem Boden.... Der Empfang ziehte sich dahin. Nur sporadisch kamen Gäste. So standen wir bestimmt eine Stunde mit vollem Tablett Spalier, ehe wir ins Restaurant geschickt wurden. Es war freie Platzwahl und so versuchte jeder den besten Platz zu ergattern. Nun kam die Crew zum Einsatz. Es wurden Servietten auf den Schoß gelegt (wie hier in Australien üblich), Wasser und Wein eingeschenkt und Getränkebestellungen aufgenommen. Im Blickkontakt mit der F&B-Managerin, verriet sie uns, dass es Zeit war für den ersten Gang. Die Crew huschte in die Küche, wo der Hoteldirektor am Pass stand und der Küche Anweisungen gab. Jeder schnappte sich so viel Teller, wie er tragen konnte und setzte diese dann mit Absprache der Managerin in gewünschten Tischen ein. Wieder war es an der Zeit, Getränkeservice zu machen, bevor die Vorspeisenteller wieder ausgesetzt wurden und der Hauptgang folgte. Nachdem die Vorspeise einheitlich war, sollten die Gäste im Hauptgang abwechselnd in der Sitzordnung Fisch und Fleisch bekommen. Gesagt, getan... Die Mangerin rief die Crew zusammen. Jeder bekam einen Restaurantbereich zugewiesen. Sobald die Gäste aufgegessen hatten, sollten wir ihr Bescheid geben. Und dann begann das geplante Chaos. Die Crew schrie: 'abandon ship!', was so viel heißt wie ' Schiff verlassen'. 'abandon ship, abandon ship!!! Women and children first!!' *kreisch,kreisch* Aufregung pur! Zwischen Restaurant und Bar war eine echte Schiffsbrücke aufgebaut, auf die wir die Gäste drängten. Daneben ruderten einige Kollegen mit Paddeln in der Luft um ihr Leben und alle amüsierten sich köstlich! Das Restaurant war leer und wir konnten mit dem Aufräumen beginnen, während die Party in der Bar mit Livemusik erst anfing! Zwischendurch durften wir Mitarbeiter uns eine 15-minutige Pause nehmen und auch mitfeiern! Es wurde getanzt und getrunken, was das Zeug hielt! - bis in die Puppen... :) Das wenige Wochen später folgende 6-Gang-Dinner war glücklicherweise um einiges ruhiger. Im Innenhof hatten wir grosse, runde Tische eingedeckt und Stühle behusst, die um sich um eine Palme in einem Kreis reihten. Alles strahlte in weiss, lediglich die rote Blumendeko ätzte hier und dar ein paar Farbakzente. Uns, als Staff, wurden wieder Tische zugwiesen, bei denen wir uns um Wein- und Wasserservice kümmerten. Der Abend verlief ohne große Probleme. Teller wurden ein- und ausgesetzt, Wasser und Wein ein- und ausgeschenkt. In kleineren Pausen trat eine junge Sopransängerin auf, die nicht nur Gäste, sondern Kollegen beeindruckte. Für mich eine schöne Sache und gelungener Abend! Das 3. Eventereignis für mich war am wenigsten aufregend und doch besonders für mich. Picknick auf dem Oliver Hill! Eine dem Hotel sehr wichtige und geldbringende Firma hatte sich angekündigt, bei uns tagen zu wolle. Führungskräfte sollten in einem Wettbewerb Clips drehen und Versicherungen an den Mann bringen. Hierbei ging es hauptsächlich um Kreativität, als alles andere. Den ganzen Vormittag sah man sie im und um Hotel Szenen drehen. Gegen Mittag wurden sie dann zum Bummelzug kutschiert und zum Oliver Hill gefahren. Dort hatte ich mit dem Hoteldirektor ein Picknick mit Obst, Gemüse, Wraps und Käseplatte aufgebaut. Dazu eisgekühlte Getränke. Der Ausblick war atemberaubend und das Wetter passend mit 26 Grad Celsius. Auf dem Hügel war ebenfalls eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg stationiert, die besonders von Männern in Augenschein genommen wurde... Das war wahrscheinlich durch die Hitze zwei meiner längsten Stunden auf der Arbeit. Aber trotzdem beeindruckend ... So.. Das war's für heute! ;) Ich gebe mir Mühe, euch mit dem nächsten Blogeintrag nicht zu lange warten zu lassen! Passt auf euch auf und lasst es euch gut gehen! Bis bald, eure Lisa
Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.